London Hostel Guide | Travel

London Hostel Guide

 

Hallo ihr Lieben!

Willkommen beim London Hostel Guide! Nach meinem nun 6. Aufenthalt in London habe ich mich durch einige Hostels getestet. Damit ihr euch versiffte Toiletten und klapprige Betten sparen könnt, stelle ich euch heute die vier Unterkünfte, in denen ich bereits war, ein bisschen genauer vor! Dabei sei vorweg gesagt, dass ich aus finanziellen Gründen bisher immer in Mehrbettzimmern war. Fast jedes Hostel hat jedoch auch mehr Luxus zu bieten, hier geht es immer um die günstigste Alternative ;)

Da so ein Foto von einem voll besetzten Schlafsaal ziemlich uneinladend ist spare ich mir weitgehend eigene Fotos und verlinke euch jeweils die, die das jeweilige Hostel für mich am besten wiederspiegeln.

Generell noch gut zu wissen über Hostels in England:

In London gibt es normalerweise Mixed Dorms, also Schlafsäle für Frauen und Männer und Female Dorms nur für Frauen. Die Kennzeichnung ‘Ensuite’ meint eigene Toilette und Dusche am Zimmer. Steht nichts extra dabei, heißt das normalerweise Toiletten und Duschen sind am Gang für die ganze Etage. Ist das Frühstück ‘free’ heißt das normalerweise es gibt Toast, eine Sorte Marmelade und Cornflakes. Wem das nicht reicht, der muss sich dann anderweitig um ein Frühstück kümmern. Zahlt man extra, lohnt sich das meistens auch. Check-In ist normalerweise open end, wer besonders spät anreist, sollte allerdings vorher Bescheid sagen. Check-Out ist bei den meisten bis 10 Uhr morgens. Die Zimmer sind meist ab dem frühen Nachmittag bezugsfertig, wer früher anreist hat die Möglichkeit sein Gepäck (teilweise gegen Gebühr) sicher wegzuschließen. Alle Hostels die ich hier nenne haben außerdem eine 24h Rezeption, es ist also immer jemand da, wenn es Probleme gibt.

Und: Unter der Woche ist schlafen in London IMMER günstiger als am Wochenende. Die Unterschiede sind teilweise gravierend! Und informiert euch vorher wann in England Bank Holidays oder Half-Term-Break sind, das kollidiert nämlich oft mit den Semesterferien und macht auch wieder alles teurer und stressiger. Die Preise die ich jetzt hier angebe sind also auch nur eine ganz grobe Orientierung und sie können stark variieren.

Ich buche meine Hostels normalerweise über Hostelworld.com, das ist unkompliziert, bietet eine super Übersicht und wenn man storniert kann man seine Anzahlung einfach für ein anderes Hostel nutzen. ( Dieser Beitrag ist nicht gesponsert ;))

Am Ende des Posts findet ihr noch meine Top 5 Hostel-Survivaltipps.

Nun aber konkret zu den Hostels:

 

Wombats City Hostel

 

 

Gestestet: 6-Bett-Female-Dorm und 6-Bett-Mixed-Dorm, jeweils Ensuite.

Wie komme ich hin?: 5min Fußweg von den Haltestellen Tower Hill oder Aldagate East.

In der Nähe: Zu Fuß erreichbar sind unter anderem der Tower of London und die Towerbridge. Mit ein bisschen mehr Laufkraft ist auch der Southwark (der Spazierweg an der Themse entlang mit St. Pauls, Globe Theatre, London Eye, Big Ben…) machbar, so wie Shoreditch und Brick Lane in die andere Richtung und die Business Hochhäuser in der City of London.

Kosten: ab ca. 28 Euro im Schlafsaal

Das Hostel: 

Mein absoluter Favorit der Londoner Hostels. Hier stimmt einfach alles. Sehr sauber und modern, ordentliche Betten, abschließbare Spints am Zimmer, tolle Atmosphäre. Mit einem sehr einladenden Aufenthaltsbereich im Gewölbekeller mit Bar gibt es abends Live-Musik und gemütliches Beisammensein. Das Frühstück kostet extra, lohnt sich aber. Es gibt auch noch einen Aufenthaltsraum unterm Dach, der Ausblick aus den oberen Etagen ist der Hammer. Einkaufsmöglichkeiten gibt es um die Ecke. Das Personal ist super nett, hier gibt es wirklich nichts auszusetzen. Und es gibt einen Aufzug! Außerdem ist an jedem Bett eine Leiste mit Licht, Stecker und USB-Anschluss sowie einer kleinen Ablagefläche für Handy und Co. In einem Zimmer hatte ich Toilette und Dusche auf zwei Räume (ans Zimmer angeschlossen) verteilt, in einem beides zusammen, dann gab es jedoch ein zusätzliches Waschbecken im Zimmer. Großes Plus ist außerdem die schöne große Küche, die man nutzen kann um selbst zu kochen (inkl. Kühlschrankfach).

 

Generator Hostel London

 

 

Getestet: 4-Bett Female Dorm, Toilette und Dusche am Gang

Wie komme ich hin? 5-10 Minuten Fußweg von St. Pancras International und Kings Cross, noch weniger von Russell Square Station.

In der Nähe: St. Pancras Station, wo der Eurostar ankommt (und Kings Cross mit Gleis 9 3/4) ist direkt um die Ecke. Läuft man Richtung Themse kommt man durch ein schönes Wohngebiet nach dem nächsten. Wir sind am ersten Abend bis zur Waterloo Bridge gelaufen, wo man einen tollen Blick auf Big Ben, London Eye und Co hat. Auf dem Weg dahin bzw zurück kann man auch noch Covent Garden, Leicester Square, Picadilly Circus, China Town und Soho ablaufen.

Kosten: ab ca. 20 Euro im Schlafsaal

Das Hostel:

Top! Super schöne Location, liebevoll und modern gestaltet. Die Betten haben einen “Sichtschutz” sodass man ein bisschen mehr Privatsphäre hat. Eine Stecker/Lichtleiste gibt es hier allerdings nicht. Im Zimmer gab es einen kleinen Schreibtisch, Stuhl und Waschbecken, der Rest (Duschen, Toiletten) war auf dem Gang, allerdings super sauber, modern, mit viel Platz und angenehmer Beleuchtung. Aufzüge gibt es auch hier. Die einzelnen Stockwerke sind nach fiktiven Persönlichkeiten wie Willy Wonka und James Bond benannt (klarer Pluspunkt bei mir). Die Wände und Decken in den Zimmern sind teilweise mit grafischen Mustern bemalt. Die Aufenthaltsräume sind total klasse (siehe Bilder), es gibt sogar einen gemütlichen Kinoraum mit Liegeflächen. Abends ist die Bar offen, morgens gibt es für einen kleinen Aufpreis Full British Breakfast. Außerdem passt die Security auf, wer da nachts reinkommt. Es war nachts durch die Bar allerdings ziemlich laut. Das Gepäck kann man hier in Fächern unter den Betten verteilen, das Schloss dafür muss man allerdings selbst mitbringen oder an der Rezeption gegen Gebühr ausleihen (das ist in England eher die Regel).

 

Clink 261

 

 

Getestet: 10-Bett Female Dorm, Toilette und Dusche am Gang

Wie komme ich hin? 5 Minuten Fußweg von St. Pancras International / Kings Cross

In der Nähe: Auch hier ist St. Pancras International direkt um die Ecke, diesmal WIRKLICH um die Ecke, mehr ist es nicht. Daher also top Verkehrsanbindung und super geeignet wenn man wie ich nur zur Zwischenübernachtung da ist und morgens von dort früh weiter will. Ansonsten alles ähnlich wie beim Generator Hostel.

Kosten: ab ca. 23 Euro im Schlafsaal

Das Hostel:

Für einen kurzen Aufenthalt völlig okay. Es gibt eine netten Eingangsbereich, einen Aufenthalts/Frühstückbereich mit einer Küche, die man nutzen kann. Es gibt sogar Waschmaschinen! Die Zimmer sind zweckmäßig. Viele Betten auf relativ kleinem Raum, aber alles sauber und ordentlich. Die Betten haben auch hier ein bisschen Sichtschutz und eine Leiste mit Steckern, Licht und USB-Anschluss. Waschbecken gibts im Zimmer, den Rest wieder am Gang, sauber, geräumig, mit Fenster. Sonst gibts nichts viel zu sagen, ist so wie man sich ein sauberes Hostel ohne viel Trara wünschen kann. Nebenan ist außerdem ein Supermarkt.

 

St. Christopher’s Village

 

 

Getestet: 6-Bett Mixed Dorm, Toilette und Dusche am Gang

Wie komme ich hin? 5-10 Minuten von London Bridge, etwas weniger von Borough

In der Nähe: Borough Market und der Southwark mit allen Sehenswürdigkeiten, die London Bridge, The Shard und die Tower Bridge.

Kosten: ab ca. 18 Euro im Schlafsaal

Das Hostel:

Bisher meine schlechteste Hostelerfahrung in London, aber selbst die ist nicht schlecht. Sehr sehr nettes Personal, großer Aufenthaltsbereich angeschlossen an ein Burger-Restaurant mit abendlichen Aktionen wie Kino mit Pizza-Flatrate. Frühstück inklusive, sogar mit einiger Auswahl! Die Zimmer sind sehr zweckmäßig, außer Betten ist da nix drin, aber auch eine Leiste am Bett mit Licht, Stecker, USB und sogar einer europäischen Steckdose. Großer Nachteil sind allerdings die ‘Facilities’. In unserer Preisklasse gab es nur Unisex Duschen und Toiletten, die zudem eigentlich immer dreckig und ziemlich eklig waren. Vielleicht hatten wir einfach Pech mit unseren Mitgästen, denn es wurde immer wieder geputzt, aber es war echt nicht schön. Die Duschen haben außerdem keine Abstellmöglichkeiten, man geht also vom Gang in die Nasszelle und muss seine trockenen Klamotten entweder am Flur liegen lassen oder mit reinnehmen. In anderen Stockwerken sah das aber wohl anders aus.

 

Und jetzt noch meine Top 5 Survival-Tipps:

1. nehmt irgendetwas mit, um das Bett zuzuhängen, wenn ihr mehr Privatsphäre wollt. Handtuch, dünne Decke, Schal, all das hilft um sich ein bisschen abzuschotten.

2. Seid nett zu euren Zimmergenossen. Wenn man miteinander reden kann oder sich wenigstens hallo sagt, hilft das gegen unnötige Aggressionen wegen nächtlichem Husten, nervigen Weckern und anderen Kleinigkeiten. Und man kann größere Probleme leichter ansprechen.

3. Ohrenstöpsel und Schlafbrille retten Leben. Vor allem wenn man rücksichtsvolle Mitbewohner hat, die nachts spät reinkommen und das Licht anmachen.

4. Nehmt ein eigenes Schloss mit. Egal wie viel Vertrauen man generell hat, ein Schloss am Gepäck bringt einen sorgenfreien Tag und man weiß ja schließlich nie, wen man mit im Zimmer hat.

5. Habt eine Plastiktüte dabei. Egal ob für unpraktische Duschen, um trockene Klamotten zu schützen oder um abends eure stinkenden Socken zu verstauen. Das würdet ihr euch auch von den anderen Wünschen.

 

Und generell: Wer im Schlafsaal schläft muss seine Ansprüche runterschrauben. Macht das beste draus, ihr habt günstigen Urlaub. Und macht euch nicht zu viele Gedanken, am Ende seid ihr nur zum Schlafen dort und seid hoffentlich den ganzen Tag unterwegs.

 

In diesem Sinne: Viel Spaß bei eurem nächsten London Urlaub!

Wenn ihr noch andere Hostels empfehlen könnt oder von ihnen abraten würdet, ab in die Kommentare damit, damit der London Hostel Guide möglichst vollständig wird!

 

2 Comment

  1. Sonja says: Reply

    Hallo Anni,

    dein Hostelguide ist enorm praktisch! Ich bin auch ein großer Londonfan und liebäugele immer wieder damit, dass ich nach jahrelanger Abstinenz unbedingt mal wieder hin muss.

    Nicht schlecht staune ich gerade über das The Generator Hostel. Dort war ich selbst vor 5-6 Jahren schon und seit damals hat sich offensichtlich einiges geändert. Damals war es dunkel und alles andere als gemütlich, zum Schlafen war das okay und eine der günstigsten Möglichkeiten, noch mal hin wollte ich danach aber nicht. Eventuell wird sich das beim nächsten Mal ja ändern.

    Danke für deinen Guide! :)

    Liebe Grüße
    Sonja

    1. Hallo Sonja! Danke für dein Feedback! Ja, ich hatte auch das Gefühl dass es ziemlich frisch renoviert ist und das Wombats hat auch erst letztes Jahr eröffnet. London scheint wohl was gegen seinen Ruf nur furchtbare Hostels zu haben tun zu wollen!

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