X-Men: Apocalypse | Film

 

X-Men

Nach langem Warten war ich gestern mit der lieben Luisa endlich im Kino um “X-Men – Apocalypse” zu sehen. Seit dem ersten Trailer war ich völlig gehypt, denn die X-Men Prequels sind meine absoluten Superhelden-Favoriten. Trotzdem versuche ich heute in meiner Review mal ein bisschen objektiver zu bleiben.

 

Worum geht es?

(so spoilerfrei wie möglich)

Im alten Ägypten existierte ein Mutant, der stärker war als alle anderen, Apocalypse. Er übertrug die Kräfte anderer Mutanten auf sich und wurde so immer mächtiger – bis es einen Putsch gegen ihn gab und er unter einer Pyramide begraben wurde. 1983 heftet sich CIA-Agentin Moira McTaggert an die Fersen dieses Mythos und wird selbst Zeuge der “Auferstehung” von Apocalypse. Der vermeintliche Gott findet Unterschupf bei einer Straßendiebin (Storm) und scharrt vier apokalyptische Reiter um sich, Mutanten, deren Kräfte er verstärkt.

Über Cerebro baut er Kontakt zu Charles Xavier auf und der Krieg zwischen den Mutanten um die Welt beginnt. Und es wird hässlich, denn Apocalypse ist der Meinung, dass diese Welt eine Reinigung dringend nötig hat.

 

Hier nochmal der Trailer, für alle die ihn noch nicht gesehen haben:

 

 

Kleiner Hinweis: Der Film macht auf jeden Fall mehr Spaß, wenn man First Class und Days of the Future Past auch gesehen hat, denn die Vorgeschichte macht die Entscheidungen der Charaktere aus und es wird immer wieder auf die Vergangenheit eingegangen. “Apocalypse” bildet nun das Bindeglied zwischen den Prequels und der “alten” X-Men Reihe.

Unter der Regie von Bryan Singer wird man wieder Zeuge von vielen Emotionen, heftigen Kämpfen und unglaublichen Kräften. Der Cast ist wieder ziemlich phänomenal und enthält einige meiner Schauspiel Lieblinge. Insgesamt bietet X-Men: Apocalypse alles, was ein guter Superheldenfilm bieten sollte, aber er ist auch nicht vollkommen außergewöhnlich.

Es werden diesmal viele neue Charaktere eingeführt, die wichtigste davon ist wohl Jean Grey, aber auch Nightcrawler, Cyclops und Storm werden hier vorgestellt. Bisher mochte ich an den X-Men Filme sehr gerne, dass es nicht so sehr um den klassischen Gut-Gegen-Böse Plot geht. Diesmal ist das leider aufgrund der ganzen Geschichte ziemlich eindeutig der Fall, “gute” Mutanten, gegen “böse” Mutanten. Außerdem hätte ich mir persönlich mehr Story und weniger Kampfsequenzen gewünscht, aber so geht es mir eigentlich nach den meisten Filmen.

Trotzt ziemlich klischeehafter Hintergrundstory geht es in den Zwischentönen jedoch um viel mehr. Alle Mutanten prägt ihre ganz eigene Geschichte von Frustration und Ausgrenzung in einer Welt, in der sie so wie sie sind nicht akzeptiert werden. Sie werden als Sonderlinge und Kampfmaschinen gesehen und haben oft im Verborgenen gelebt, bis sie sich der Gemeinschaft angeschlossen haben. Meiner Meinung nach bringt X-Men bringt diese Problematik und diese Gefühle, die in irgendeiner Form wohl viele von uns kennen, immer wieder so auf die Leinwand, dass man sich fast schon damit identifizieren muss. Und das unterscheidet die Filme für mich von beispielsweise den Avengern, die durch Atomexperimente oder eigene Erfindungen quasi “selbst Schuld” sind, dass sie Superhelden werden.

Der ganze Film ist zudem sehr bunt. Es wird viel mit Licht gearbeitet und alleine durch die Tatsache, dass viele der Protagonisten Teenager sind und relativ farbenfroh gekleidet sind, gibt es einen großen Kontrast zu beispielsweise DC Filmen wie Batman. Ob das gefällt oder nicht ist wohl Geschmackssache, aber ich mag es sehr gerne.

Das einzige was mich neben der Gut-Böse-Geschichte wirklich stört, ist das sehr klischeehafte CGI. Zerstörte Städte, Blitze, Lichtwaffen, alles komplett am Rechner entstanden. Dass man sich im finalen Kampf in Kairo befindet, vergisst man nach etwa 30 Sekunden, weil die zerstörte Stadt so generisch ist.

Doch all die epischen Szenen die es im Gegenzug dafür gibt machen das für mich mehr als wett. Zum Beispiel ganz viel Quicksilver, den Fans wurde ein Gefallen getan und es ist großartig, jede Sekunde.

Und obwohl der Film nicht perfekt ist, macht er vor allem eins: Ganz viel Spaß. Und Fans glücklich. Und wenn man am Ende eines Kinobesuchs gelacht, geweint und geschwitzt hat, dann hat es sich auf jeden Fall gelohnt.

 

Habt ihr ihn schon gesehen? Was haltet ihr von X-Men: Apocalypse?

 

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