Drei Monate Shoppingverbot | Update #2


Hallo ihr Lieben,

es wird Zeit für das zweite Update von meinem Shoppingverbot. Hier findet ihr noch einmal alles zu meiner selbst auferlegten Challenge und hier das 1. Update. Kurz gesagt: 3 Monate lang will ich nichts für mich selbst kaufen, vor allem keine Kleidung, Schuhe und Accessoires. 2/3 sind nun geschafft und es wird Zeit für die nächste Bilanz.

Was habe ich gekauft?

Ehrlich gesagt war der Dezember so voll mit Terminen und krank sein, dass ich eh kaum raus gekommen bin. Und wenn doch, war die Stadt so überfüllt, dass ich eh lieber weglaufen, als shoppen wollte. Auch online hielten sich die Versuchungen in Grenzen, es war einfach keine Zeit da.

Den 2. Advent verbrachte ich in Braunschweig. Dort war zufällig gerade Kinoflohmarkt und da ich aus großen Bechern sehr viel mehr trinke, durfte dort ein 1l Kinobecher mitkommen (für einen Euro). Außerdem fand ich ein Kartenspiel, was mich interessiert im Second Hand Laden meines Vertrauens und auch das durfte für 1,50 mit. Wenn ich nichts vergessen habe, war es das an Einkäufen für mich im Dezember.

Was waren die größten Herausforderungen?

Bis kurz vor Weihnachten war es gar kein Problem. Ich dachte kaum darüber nach und hatte das Gefühl, das ewig weiter machen zu können. Als dann über die Feiertage jedoch etwas mehr Luft und Zeit war, änderte sich das ganz schnell. Bei einer Freundin sah ich eine Sporthose, in die ich mich total verliebte und die auch noch im Angebot war. Allerdings nicht fair und nicht wirklich nötig. Zwischen den Jahren daddelte ich dann doch realtiv viel auf Kleiderkreisel und Ubup rum und hätte mir liebend gern ein paar Star Wars Sachen erkreiselt. Zwischendurch dachte ich immer wieder “2 Monate reichen ja auch”. Ich nahm mir vor, bis Januar durchzuhalten und siehe da, der Kaufwunsch ist sehr viel kleiner geworden.

Außerdem haben wir unsere Wohnung umgeräumt und ich musste jedes Teil was ich habe, in die Hand nehmen. Und habe mal wieder gesehen: An Menge fehlt es mir wirklich noch immer nicht -.–

Fazit vom zweiten Monat:

Wenn man keine Zeit hat, um sich anzugucken, was es gibt, entsteht auch kaum ein Verlangen, etwas zu kaufen. Der Wunsch nach Neuem ist also ganz stark damit verbunden, was man bei anderen sieht und selbst besitzen will. Diese Kaufwünsche finde ich umgehbar, sie kommen nicht von mir, sondern von einer Vorstellung, wie ich gerne wäre und aussehen würde.

Etwas anderes ist es, wenn ich merke, dass ich nicht genug warme Sachen habe, meine Schuhe nicht wasserfest sind oder dass meine Hosen nicht richtig passen und nicht gut für mich sind. Das alles ist jedoch nicht passiert, also sind meine Kaufwünsche aus dem letzte Monat nichts, was ich wirklich “brauche”.

Ich finde es spannend, so an das Thema heran zu gehen. Natürlich ist es völlig okay, wenn man Sachen einfach manchmal kaufen will, weil sie einem gefallen. Man soll sich ja wohl fühlen. Für mein Experiment finde ich den Unterschied jedoch wichtig. Was kommt von mir und was ist von anderen beeinflusst?

Mein Fazit vom zweiten Monat: Durchhalten tut nicht weh. Man bereut es in der Regel nicht, etwas nicht zu kaufen. Meistens denkt man nach ein paar Tagen gar nicht mehr darüber nach. Voraussetzung: Aus den Augen aus dem Sinn. Ich bin aber auch froh, wenn das Shoppingverbot vorbei ist. Und in 4 Wochen gibt es dann das finale Fazit.

#2018DIYdontbuy & #2018nofastfashion

Die wunderbare Lisa von Mein Feenstaub hat für dieses Jahr außerdem zu einer tollen Challenge aufgerufen: #2018DIYdontbuy. Sie will das ganze Jahr über nur noch selbst Kleidung nähen und nichts mehr kaufen. Für die nicht ganz so Nähbegabten unter uns findet ihr aber unter dem Hashtag #2018nofastfashion Gleichgesinnte, die sich komplett auf Second Hand Mode beschränken. Ich finde das super und werde mich auf jeden Fall mal wieder ans Nähen heranwagen in diesem Jahr. Folgt einfach den Hashtags auf Instagram, wenn ihr Interesse habt und macht am Besten gleich selbst mit!

Was haltet ihr vom Shopping Verbot? Wäre das für euch sinnvoll oder gar nichts?

Anni

4 Comment

  1. Charlotti says: Reply

    Whooo, du hast es fast geschafft; voll super! Respekt, dass du der Sporthose widerstanden hast… sie war nämlich wirklich ziemlich cool =)

    1. Jaaaa, bald ist es geschafft. Die Sporthose ist dann doch erstaunlich schnell vergessen gewesen, nachdem ich mich einmal über die Produktion bei adidas informiert hatte -.-. Aber die Papageien <3.

  2. Luisa says: Reply

    ich muss ehrlich gestehen, dass ich leider in letzter zeit nicht so darauf geachtet habe, eben weil viele geschenke mit durften und ich mir auch mal was gönnen wollte. montag zum beispiel war ich mal wieder in der stadt und hab ein paar neue teile gekauft, weil ich wieder ganz verzweifelt vor meinem kleiderschrank stand. online bestelle ich kleidung nicht gern und wo ich im laden ordentliche, faire kleidung herbekomme, muss ich erst noch herausfinden. deswegen bin ich am ende wieder vorallem bei vero moda fündig geworden. aber ich kaufe dennoch bewusster, als ich es früher getan habe. und einen 4-jahre alten, nicht mehr schönen pulli mal gegen einen neuen auszutauschen, finde ich dann auch okay. allgemein hängen in meinem kleiderschrank sehr wenige teile und ich befasse mich regelmäßig damit, ob ich alles auch wirklich trage. für einige würde das wahrscheinlich auch schon als capsule wardrobe durchgehen, ich besitze zb nur 3 verschiedene paar jeans. von daher finde ich mein klamotten-konsum-verhalten vergleichsweise doch angemessen.

    1. Hi Luisa,
      ich finde das auch völlig in Ordnung. Wenn alle so ein Kaufverhalten hätten, gäbe es denke ich gar kein Problem. Komplett fair und gebraucht zu kaufen kann manchmal auch ganz schön anstrengend sein. Und ich glaube wenn man zu viel Fokus auf das Einkaufen legt, ist das auch nicht gesund. Ich würde dieses Experiment wahrscheinlich nicht machen, wenn ich mir nur alle paar Jahre einen neuen Pulli gekauft hätte, bei mir liegt die Entwicklung vor allem im Unterschied zu vorher.

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