Tschüss 2018 | Ein kleiner Jahresrückblick

2018 haben wir bereits hinter uns gelassen, willkommen im neuen Jahr. 2018 ist es ruhig geworden auf meinem Blog, so ruhig wie bisher in keinem Jahr, seit ich angefangen habe. Meine letzten beiden Jahresrückblicke sind gespickt von Beiträgen, die ich über alles geschrieben habe, was mich beschäftigt und was ich erlebt habe, das gibt es dieses Jahr nicht. Da ich aber selbst diese Rückblicke wahnsinnig gerne lese, sowohl bei anderen als auch meine eigenen rückwirkend, behalte ich einfach mal meine Vorlage aus den letzten Jahren bei. Für die Neugierigen gibt es hier den Rückblick von 2017 und hier von 2016.

Was sich 2018 geändert hat

Äußerlich eigentlich nur die Haarlänge durchs zweite Mal Haare spenden, aber innerlich ganz viel. Ich habe meine Selbstständigkeit neu strukturiert, mein Leben in Hamburg richtig in Angriff genommen und bin endlich im Norden angekommen. Ich habe ein paar tolle Menschen um mich gescharrt, einige davon ganz neu im Leben, andere noch mehr lieben gelernt. Für die bin ich unglaublich dankbar. Ansonsten ist alles relativ gleich geblieben, aber nach den turbulenten Vorgänger-Jahren bin ich dafür ziemlich dankbar.

Was ich Neues ausprobiert habe

Viele neue Spiele habe ich in diesem Jahr ausprobiert. Ich war außerdem auf meinem ersten CSD, habe ein herausforderndes Ehrenamt ausprobiert und habe meine Sammlung außergewöhnlicher medizinischer Untersuchungen und Erfahrungen um einige Neuzugänge erweitert. Ich war auf meinem ersten Club-Festival und habe zum ersten Mal seit sicher 8 Jahren Deutschland das ganze Jahr nicht verlassen. Irgendwie auch was neues.

Wo ich war

Die meiste Zeit war ich in Hamburg und so lange an einem Ort wie in diesem Jahr war ich auch viele viele Jahre nicht. Während meiner Zeit in Braunschweig und auch noch während des ersten Jahres in Hamburg war ich sehr selten länger als 2-3 Wochen an einem Ort, ohne zwischendurch woanders hinzufahren. Die viele Zeit in Hamburg hat sehr gut getan und mich die Stadt und die Menschen hier ganz anders schätzen lassen, auch wenn mein Reisestopp nicht freiwillig gewählt, sondern gesundheitlich diktiert war.

Ein bisschen was habe ich aber doch erlebt, habe einige schöne Tage und Wanderungen in der Heimat verbracht, war ein Wochenende mit tollen Menschen in Berlin, einen Tag an der Ostsee und einen Tag an der Nordsee, auf der SPIEL in Essen, habe Münster erkundet, eine Woche in Stuttgart/Ludwigsburg und ganz zum Ende nochmal in Kassel. 2019 darf es aber gerne wieder ein klein bisschen mehr Abenteuer geben.

Was nicht so gut lief

Vor allem meine Gesundheit. Unzählige Arztbesuche und Tage, die unter Schmerzen verbracht wurden, Krankenhausaufenthalt, viele schöne Sachen absagen müssen, weil die Gesundheit nicht mitgespielt hat. Das beeinträchtigt als Selbstständige natürlich auch die finanzielle Situation, aber ich war sehr dankbar für die zeitliche Freiheit und Selbstbestimmung, die ich dadurch zugleich habe.

Glücksmomente

♡ Mein Geburtstag mit dem Liebsten im Tierpark, Schweinchen in den Schlaf graulen.

♡ Mit der Familie auf Berggipfeln rumblödeln.

♡ Sonnenuntergang mit Traumausblick, Arm in Arm mit besten Freunden.

♡ Nachts mit einem dicken Grinsen vom Nebenjob nach Hause, weil alle da so großartig sind.

♡ Zweimal mit Herzmenschen die Füße ins Meer tauchen und einfach glücklich dabei sein.

♡ Mit der liebsten Rapunzel über den Dächern von Stuttgart rumturnen.

♡ 4 Tage im Konzertstrudel, ein einziger Glücksrausch. Dabei das bewegendste Konzert ever.

♡ Im ersten Regen nach 6 Wochen Trockenheit tanzen.

Was ich gelesen, gehört und gesehen habeEventuell kommt dazu nochmal ein eigener Post, mit Lieblingsbüchern, Lieblingsmusik, Filmen und Serien, weil ich dieses Jahr so viel konsumiert habe, wie ich wenig unterwegs war. Es waren viele Highlights dabei. Auf 12 Bücher habe ich es immerhin gebracht und 35 neue Filme.

Erreichte Ziele

Ich habe die Selbstständigkeit umgekrempelt und bin meine gesundheitlichen Probleme noch einmal von Grund auf angegangen. Bin in Hamburg angekommen und habe für mich etwas mehr Perspektive, wie die nächsten 1-2 Jahre aussehen könnten.

Was ich gelernt habe

  • Social Media und Dinge online teilen ist überbewertet und man sollte genau hinterfragen, warum man das Bedürfnis hat und welches Ziel man verfolgt.
  • Gerade in Zeiten, wo man nicht so kann, wie man will, sieht man, wer gute Freunde sind und wie wichtig Rückhalt ist.
  • Wir müssen ganz ganz ganz dringend unser Konsumverhalten ändern, wenn unser Planet nicht wirklich ernsthaft bald vor die Hunde gehen soll.
  • Über Regen beschweren ist ein Luxusproblem.
  • Ich muss nicht viel reisen, um sich erfüllt zu fühlen.
  • Seinen Arbeitstag selbst zu strukturieren erfordert ziemlich viel Selbstdisziplin.
  • Die meisten Dinge sind nicht schwarz oder weiß, sondern irgendwo auf einem Spektrum.
  • Es gibt noch so viel mehr zu lernen.

Worauf ich mich 2019 freue

Auf meinen Alltag, auf die Menschen, mit denen ich das Jahr verbringen werde, auf die großen und kleinen Gefühle und Abenteuer, die auf mich warten. Auf Wanderungen, auf Projekte, eins davon ganz besonders, auf einige Filme, auf Konzerte und das Reeperbahn Festival.

Gute Vorsätze habe ich nicht direkt. Aber ich will mehr lesen, mehr ins Kino gehen und meinen Schreibtisch ordentlich halten. Und wenn mich die Muse küsst, besser kochen lernen.

2018 war anders als erwartet, oft chaotisch und anstrengend, aber auch sehr wichtig. Ich hatte mir das Thema „Lernen“ als Fokus für das Jahr gesetzt und das trifft es ziemlich gut. Vielleicht ist das Thema für 2019 „Anpacken und Loslassen“. Wir werden sehen.

Wie war euer 2018? Was waren einige eurer Glücksmomente und Herausforderungen? Ich freu mich über eure Mini- Jahresrückblicke in den Kommentaren.

Ich liebe Jahresrückblicke, also wenn ihr selbst einen veröffentlicht habt oder schon schöne entdeckt habt, lasst mir gerne die Links in den Kommentaren da!

Anni

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