There goes 2017 | Mein Jahresrückblick

Hallo ihr Lieben,

die letzten Stunden von 2017 sind angebrochen und nach recht vollgepackten Weihnachtstagen, nehme ich mir am Jahresende immer gerne Zeit, die vergangenen 12 Monate Revue passieren zu lassen. Ich mochte meinen Jahresrückblick vom letzten Jahr ganz gerne und daher baue ich ihn genauso auf, auch um ein bisschen vergleichen zu können. Den Rückblick von 2016 könnt ihr hier auch noch einmal lesen. Los gehts mit dem Jahresrückblick 2017:

Was sich 2017 geändert hat

2017 war auf jeden Fall ein für mich sehr wichtiges und abenteuerliches Jahr. Jedoch nicht, weil ich so viel gereist bin oder erlebt habe, sondern weil ich im Februar den Schritt in die Selbstständigkeit gewagt habe, nachdem ich im Januar meine erste Kündigung bekam. Geplant war der Schritt ins Ungewisse erst zum April, aber so ging eben alles etwas schneller. Damit kam ein ganzer Haufen von Veränderungen. Außerdem bin ich im Februar zeitgleich komplett auf faire Mode umgestiegen, meine Reise in dieser Hinsicht konntet ihr ja hier schon mitverfolgen. Und im April habe ich dann auch dem Fleisch endgültig den Rücken gekehrt. Schon vorher habe ich kaum noch Fleisch gegessen, aber seit fast 9 Monaten mache ich nun keine Ausnahmen mehr und bin sehr froh darüber. Generell gestalte ich mein Leben nach und nach nachhaltiger und verändere Schritt für Schritt dadurch meinen Alltag.

Was ich neues ausprobiert habe

Auch hier ist der Schritt in die Selbstständigkeit der größte Schritt. Außerdem habe ich nebenher angefangen zu Kellnern und sehr viel Spaß dabei. Und seit August mache ich Tai Chi, was mich sehr glücklich macht. Damit habe ich endlich eine Sportart gefunden, die alles verbindet, was ich gerne machen will: Meditation, Muskelaufbau und Kampfsport in einem. Die spontane Schnupperstunde wurde zur Leidenschaft. Und gerade probiere ich eine Shopping Diät. Das ist ja auch irgendwie etwas neues. Ich habe außerdem ein Bullet Journal gestartet und viele neue Gerichte probiert. Unfreiwillig habe ich außerdem meine erste Verbrennung ausprobiert und dann gleich eine 3. Grades. Keine halben Sachen. Und im März habe ich zum ersten Mal meine Haare gespendet.

Wo ich war

Die meiste Zeit war ich in Hamburg, trotzt zahlreichen Überlegungen umzuziehen. Mittlerweile fühle ich mich jedoch wohl in der Hansestadt und werde sicher noch ein bisschen mehr Zeit in 2018 dort verbringen. Im Januar ging der erste kleine Urlaub für ein paar Tage nach Sylt, in die eisige Käte. Und es war wunderbar. Wie die letzten 3 Jahre auch, ging die größere Reise in diesem Jahr im März wieder nach England, ich kann einfach nicht anders. Diesmal nahm ich allerdings meine Eltern mit und wir erkundeten London und Cornwall. Außerdem ging es zur A.Maze nach Berlin, nach Bremen, Bückeburg, mehrmals an die Ostsee, in die Heimat zu wunderbaren Wanderungen, nach Kassel und nach Braunschweig. Ende August folgte eine kleine Deutschland Reise von Travemünde über die Lüneburger Heide nach München, an den Eibsee, nach Stuttgart und auf die schwäbische Alb. Und Anfang Oktober ging es dann noch einmal in den Taunus, nachdem mein verletzter Fuß wieder geheilt war.

Punkte, Geister, Felsen

Was nicht so gut lief

Beruflich lief viel daneben. Kündigung, schwierige erste Kunden, finanzielle Unsicherheit beim Start in die Selbstständigkeit. Doch nichts, was eine absolute Katastrophe wäre. Gesundheitlich ging es außerdem ab dem 1. September bergab. Verbrennung, eine Erkältung nach der anderen, Hautprobleme, ein Blödsinn nach dem anderen. Ich hoffe, das neue Jahr startet besser (2017 startete übrigens schon krank im Bett). Und es gab auch einige traurige und tragische Momente in diesem Jahr.

Glücksmomente

♡ In Sylt mit dem Liebsten auf den Dünen stehen und Wale am Horizont beobachten.

♡ Nach 2 Jahren zum ersten Mal wieder auf die Alpen zufahren. Laut singend, mit bester Begleitung und im Sonnenschein.

♡ Dabei sein, wie die Eltern zum ersten Mal den Atlantik sehen und es nicht fassen können.

♡ Den ersten Monat in der Selbstständigkeit den Kontostand sehen und das Gefühl bekommen, dass man das wirklich schaffen kann.

♡ Eine neue Freundin finden und das Gefühl haben, dass das eine Freundschaft fürs Leben sein könnte.

♡ Mit der liebsten Rapunzel am Fuße des Wasserfalls sitzen und die gemeinsame Zeit genießen.

♡ Das Baby von Freunden kennenlernen und Tante Anni genannt werden.

♡ Nach 8 Jahren wieder auf einem Konzert der Lieblingsband in der ersten Reihe stehen, mit derselben großartigen Begleitung wie damals und einfach genießen.

Wasserkuppe

Was ich gelesen, gehört und gesehen habe

Gelesen habe ich dieses Jahr viel zu wenig. Ich würde gerne als Ausrede nennen, dass mein E-Book Reader kaputt gegangen ist, aber eigentlich habe ich mir einfach nicht genug Zeit genommen. Einen Leseliebling habe ich trotzdem: Die Furcht des Weisen (Teil 2). Das Kinohighlight des Jahres war natürlich Star Wars, aber auch an Spiderman Homecoming und Guardians of the Galaxy 2 hatte ich tierisch Spaß. Das Serienjahr war für mich von Stranger Things geprägt. Ich bin ein riesiger Fan und freue mich schon sehr, alles noch einmal anzugucken. Ein weiteres Highlight war natürlich Sherlock. Die meistgehörten Alben waren wohl „Risk to Exist“ von Maximo Park, „Divide“ von Ed Sheeran und „Everything Now“ von Arcade Fire.

Schwäbische Alb

Erreichte Ziele

Mein größtes Ziel war es, für mich beruflich einen Weg zu finden. Die Reise ist zwar noch nicht abgeschlossen, aber ich bin schon ein gutes Stück weiter gekommen. Außerdem wollte ich endlich mehr Sport machen und habe mit Tai Chi nun endlich eine Sportart gefunden, die ich konsequent durchziehe.

Was ich gelernt habe

  • Ich kann nur den ersten Satz vom letzten Jahr wiederholen: Dinge laufen nicht, wie man sie plant. Und meistens sind sie trotzdem genau so richtig, wie sie am Ende kommen.
  • Nachrichten Apps auf dem Smartphone machen mich unglücklich.
  • Nachhaltigkeit ist ein Thema, was jeden etwas angeht, und viele interessiert, wenn sie erstmal anfangen, sich damit zu beschäftigen.
  • Es macht großen Spaß ein Blogthema zu haben, was einen begeistert.
  • Öfter einfach mal Ja zu Sachen sagen, auch wenn sie einen überfordern.
  • Öfter einfach mal Nein zu Sachen sagen, wenn man sie nicht wirklich machen will.
  • Es ist okay anders zu sein und einen anderen Weg zu gehen. Es gibt nicht nur den einen Weg und das ist auch gut so. Man muss nur Mut haben (und den Willen, viel zu lernen und sich Unsicherheiten zu stellen).
  • Ich muss keine Weltreise machen, um mein Fernweh zu stillen.
  • Wenn man mit seinem Alltag zufrieden ist, wird auch das Fernweh, das Bedürfnis nach Shoppen und die Sehnsucht nach Veränderung weniger und man hat mehr Platz im Kopf für wichtige Dinge.
  • Wenn man einfach fragt, reagieren die meisten Menschen erstmal freundlich und entgegenkommend.

Worauf ich mich 2018 freue

Ehrlich gesagt weiß ich noch gar nicht, was im neuen Jahr auf mich zukommt. Ich freue mich auf meinen Alltag und die Herausforderungen, die in vieler Hinsicht auf mich warten. Ich freue mich auf Besuche und kleine Abenteuer und Zeit mit meinen Lieben. Ich freue mich darauf, meine Selbstständigkeit weiter voran zu bringen. Ich freue mich auf Entdeckungstouren in Hamburg und Tage in der Natur. Ich freue mich auf die ersten Spaziergänge im Frühling ohne Handschuhe, auf Sommertage am Strand und auf Wanderungen in bunten Herbstwäldern. Vor allem freue ich mich, in diesem Jahr ganz viel dazu zu lernen. Lernen wird mein großes Thema sein in diesem Jahr, in ganz vieler Hinsicht. Und ich bin sehr gespannt, was das neue Jahr bringen wird. Achja, und ich freue mich auf Infinity War und Fantastic Beasts 2 im Kino.

2017 war für mich ein sehr durchwachsenes Jahr, in dem ich mich mit vielen Problemen auseinander setzen musste, die mir bisher in dieser Form nicht begegnet sind. Ich habe viel für mich reflektiert und neu definiert, anstrengende Gespräche geführt und schwere Entscheidungen getroffen, bei denen ich bis heute nicht sicher bin, ob sie richtig waren. Aber ich habe aus allem gelernt und Erfahrungen gesammelt, viele glückliche Momente erlebt und die Grundsteine gelegt für große Veränderungen.

Wie war euer 2017? Was waren einige eurer Glücksmomente und Herausforderungen? Ich freu mich über eure Mini- Jahresrückblicke in den Kommentaren.

Ich liebe Jahresrückblicke, also wenn ihr selbst einen veröffentlicht habt oder schon schöne entdeckt habt, lasst mir gerne die Links in den Kommentaren da!

Ich wünsche euch allen einen guten Rutsch, kommt gut ins neue Jahr und nehmt euch vorher ein bisschen Zeit, um das alte Jahr Revue passieren zu lassen. Die guten und die schlechten Momente sind jetzt Teil unseres Lebens und machen uns zu dem, was wir sind. Böllert nicht so viel, das tut keinem gut und verbringt ein gemütliches Silvester! Wir lesen uns 2018 :)

Anni

4 Kommentare

  1. sehr schöner rückblick und in vielen dingen erkenne ich mich wieder. mein 2017 war ja eher nicht so super und viele dinge laufen derzeit eher rückwärts und bergab, statt vorwärts. trotzdem hoffe ich, dass ich eines tages denn sinn darin sehen und etwas aus der doofen zeit mitnehmen kann. ein ausführlicher rückblick zu meinem jahr ist auch auf meinem blog, falls der dich interessiert, hier alles zusammenzufassen würde den rahmen sprengen, haha. nachrichten-apps machen mich übrigens auch unglücklich, deswegen habe ich keine mehr. und ich würde echt gern mehr über deine selbstständigkeit erfahren! liebe grüße und einen guten rutsch! möge 2018 (noch) besser werden! :)

    1. Vielen Dank liebe Luisa :)
      Ich habe deinen Rückblick auch gelesen und fand ihn sehr berührend. Ich hoffe sehr, dass 2018 für dich besser wird. Ich konnte aus meiner schlimmsten Zeit auf jeden Fall einiges mitnehmen, auch wenn ich mir das nie hätte vorstellen können. Über die Selbstständigkeit werde ich sicher bald mal mehr berichten, wenn da Interesse besteht. Hab einen guten Start!

  2. Sabrina sagt: Antworten

    Schön, danke für’s Teilen und für den letzten Abend des Jahres!. :)
    (Auf Sylt kann man Wale sehen? Wieso hab ich die nie gesehen?!?)

    1. Danke zurück, perfektes Silvester! Und jaaa auf Sylt kann man Wale sehen! Vielleicht können wir wenn es ein bisschen wärmer ist ja mal zusammen einen Tag hoch fahren und sie suchen :)

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