Schietwetter in Hamburg | Faires Outfit #7

Hallo ihr Lieben,

beim letzten fairen Outfit Mitte Oktober stand ich noch im Grünen und war ohne Jacke unterwegs. Die Zeiten sind für dieses Jahr nun endgültig vorbei und das berühmte Hamburger Schietwetter beherrscht uns hier die meiste Zeit.

Wie es viele Modeblogger und generell modebewusste Frauen aushalten, nur mit einem dünnen Wollmäntelchen und Strumpfhose herum zu laufen, ist mir ein absolutes Rätsel. Ich bin eine Frostbeule und vor allem wenn hier im Norden der kalte, feuchte Wind dazu kommt, läuft es mir oft schon beim Zuschauen kalt den Rücken runter, wenn ich kurze Kleidchen und Ausschnitte ohne Schal sehe.

Hier kommt also ein Frostbeulen getestetes Schietwetter Outfit. Und fair ist es auch noch.

https://www.kleiderkreisel.de

Die Kulisse ist diesmal nur wenige Meter von meinem August Outfit mit Latzhose und Industrieromantik entfernt und bei mir um die Ecke. Hier weiß ich, das nachmittags wenig los ist und nicht zu viele Menschen zugucken, wenn ich mit Stativ und Kamera losziehe und mich dabei NOCH IMMER ziemlich seltsam fühle. Aber es wird! Die extrem seltsamen Posen werden bei jedem Mal weniger.

Aus dem letzten Winter in Hamburg habe ich gelernt: Eine Jacke muss über den Po gehen und regenfest sein. So ein Modell habe ich mir dann zwar letztes Jahr schon zugelegt, allerdings wiegt die etwa 100kg und ist sehr sehr warm. Fast schon zufällig stieß ich dann auf dieses Modell – einen Tag, bevor mein Shoppingverbot begann. Ich unternahm auf Kleiderkreisel einen letzten Versuch, eine günstige Winterjacke zu finden und siehe da, diese hier wurde mir vorgeschlagen. Sie ist ursprünglich von Regatta und hat mich ganze 20 Euro gekostet. Die Jackentaschen waren innen etwas kaputt, aber nichts, was sich nicht hätte nähen lassen. Ich bin super glücklich mit dem Teil und trage es seitdem ausschließlich. Der Mantel ist nicht nur schön warm, sondern auch super leicht und damit auch perfekt für Wanderungen und lange Tage draußen geeignet. Der Fellkragen ist natürlich Fake und hält wunderbar den Wind ab. Sehr guter letzter Kauf vor dem Verbot!

Den Schal habe ich schon viele Jahre, ehrlich gesagt weiß ich nicht mehr woher. Eine Zeit lang hatte ich ihn auf fast jedem Foto an. So langsam zeichnet sich auch mein Kleidungsstil ab. Es muss eigentlich immer eine Kontrastfarbe geben, am Liebsten gelb oder rostfarben.

Das Jeanshemd mit Bling habe ich im Kleiderschrank meiner Mama gefunden. Also quasi echt Vintage und mit Geschichte. Und Schmuck braucht man so auch nicht mehr. Es ist viel zu groß, schön weich und die Steinchen finden sich auch auf den Taschen wieder. Momentan bin ich schwer verliebt.

Über die Boots habt ihr auf Instagram mit abgestimmt. Sie waren bei meiner Ubup Bestellung dabei und kamen bei euch ziemlich gut an. Sie sind gebraucht, aber mit ein bisschen schrubben sahen sie aus wie neu. Sie sind allerdings mega klobig, also viel Platz für dicke Wollstrümpfe, wenn es noch kälter wird.

Die Hose ist heute das einzige nicht-faire Teil. Sie ist von Only und war eines der letzten Teile, bevor ich auf faire Mode umgestiegen bin. Nachdem ich ewig nach einer passenden, engen schwarzen Hose aus Baumwolle gesucht habe, liebe ich diese jedoch sehr und werde sie tragen, bis sie auseinander fällt.

Schietwetter

Die Mütze ist dieselbe, wie in meinem ersten fairen Outfit vor fast einem Jahr. Meine Oma hat sie mir vor Jahren gestrickt und jetzt kommt sie wieder regelmäßig zum Einsatz.

Und hier noch ein Cool Kid Bild, mit fancy Graffiti im Hintergrund. So macht man das doch, oder?

Schietwetter

Schietwetter

Zum Abschluss noch das ultimative Schietwetter-Fundstück: Ein kaputter Schirm. Nirgends habe ich bisher so viele kaputte Schirme in einer Stadt herumliegen sehen wie in Hamburg. Sie stecken in Mülleimer, liegen wie dieser hier einfach auf der Straße oder vor Hautüren herum. Ein billiger Faltschirm ist hier auch quasi ein „Anfängerfehler“. Wenn es regnet, ist es meistens auch windig. Und für den Wind sind die Drogerie-Winzlinge einfach nicht geeignet. Und nass wird man sowieso, ob mir oder ohne Schirm.

Das war das siebte faire Outfit. Im Dezember werde ich versuchen an der 10×10 Challenge teilzunehmen, der Post dazu kommt voraussichtlich am 10.12.

Was ist euer Must-Have bei ekligem Winterwetter?

Anni

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4 Kommentare

  1. oh ja, das verstehe ich auch nicht, wie man bei dem wetter mit dünnen schühchen, kurzen röckchen und dünner lederjacke – natürlich offen getragen und ohne schal – rumlaufen kann. ohne regenjacke und schal geht bei mir gar nichts.

    1. Dito. Dann macht der Winter doch auch noch weniger Spaß als eh schon, wenn man die ganze Zeit friert!

  2. Charlotti sagt: Antworten

    Am krassesten finde ich es immer, wenn man die nackigen Knöchel sieht… brrrr !

    1. Oh ja, das find ich auch immer total verrückt, wie das Leute aushalten! Und ich frage mich immer, ob man echt aus Modegründen sowas aushält, oder ob es manche tatsächlich nicht stört.

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