So kannst du Bienen helfen | 5 einfache Tipps

Bienen helfen - Bienen retten

Hallo ihr Lieben,

wir befinden uns gerade wieder mitten in der Bienen Saison. Und wenn ihr auf diesen Beitrag geklickt habt, dann ist euch sicher auch schon aufgefallen, dass weitaus nicht mehr so viele Bienen unterwegs sind wie früher. Dabei sind die kleinen Tiere so wichtig für uns alle! Ohne Bienen hätten wir kaum etwas zu essen (etwa ein Drittel unserer Nahrung ist direkt von Bienen abhängig) und die Natur würde auch nach und nach schwinden. Da jedoch nicht jeder von uns Zeit, Geld und Platz hat um Bienenhotels aufzustellen, die Patenschaft für einen Bienenstock zu übernehmen oder einen großen Garten zu pflegen, gibt es heute ein paar einfache Tipps, die jeder von uns umsetzen kann. Außerdem gibt es am Ende noch ein paar weiterführende Links, denn ich bin kein Experte auf dem Gebiet Bienen helfen und habe mir mein Wissen auch nur angelesen. Aber jetzt legen wir erstmal los!

 

Schwache Bienen aufpäppeln

Wenn du auf deinem Balkon (oder irgendwo sonst) eine erschöpfte Biene oder Hummel entdeckst, die nicht mehr fliegt und nur noch matt bis gar nicht mehr herumkrabbelt, dann kannst du ihr helfen. Mit ein bisschen Zuckerwasser kommen sie oft wieder auf die Beine. Misch dazu einfach warmes Wasser mit Zucker und sorge dafür, dass sie das trinkt. Meistens tropfe ich einfach ein paar tropfen direkt vor die Biene oder Hummel. Wenn sie das Zuckerwasser (da geruchsarm) nicht gleich erkennen, dann versuche vorsichtig etwas auf ihre Beinchen zu tropfen. Meistens erkennen sie dann, dass ihnen das gut tut und fangen an zu trinken. Du kannst die Zuckerlösung auch in ein flaches Gefäß (z.B. Bierdeckel oder Legostein) füllen und ihnen hinstellen. Honig funktioniert angeblich auch gut, unterwegs nehme ich auch schon mal (koffeinfreie!) Getränke wie Orangenlimo, wenn nichts anderes zur Hand ist. Marmelade ist nicht so geeignet, weil der Gelierzucker nicht gut für die Bienen ist. Aber auch das hat schon funktioniert. Zumindest sind sie damit wieder fit geworden.

Die Biene/Hummel trinkt dann für gewöhnlich einige Minuten, ruht sich aus und schwirrt dann wieder davon, hoffentlich nach Hause.

Bienen helfen - Bienen retten

Bienenfreundliche Blumen pflanzen

Und das geht auch ohne Garten. Ein Blumenkasten am Fenster oder ein kleiner Balkon reichen aus. Ich habe diesen Frühling eine Samenmischung gesät, die „Bienenmagnet“ heißt und nur Blumen enthält, die besonders gerne von den kleinen Tierchen angeflogen werden. Wenn du selbst keine Möglichkeit zum Pflanzen hast, kannst du auch Guerilla Gardening betreiben und Seed Bombs verteilen – am Besten aber nur auf offenen Wiesen und ähnlichem, sonst wird es wahrscheinlich eh schnell wieder umgemäht. Hier gibt es eine schöne Übersicht zu bienenfreundlichen Pflanze vom BUND.

Auf Utopia gibt es außerdem eine Super Anleitung, wie man Seedbombs macht.

 

Bienen helfen - Bienen retten

 

Honig von regionalen Imkern kaufen

Wie eigentlich mit allen Lebensmitteln, ist viel geholfen, wenn man regional einkauft. Bei Honig ist es besonders wichtig, darauf zu achten, dass er aus Deutschland kommt und nicht importiert wird. Damit unterstützt ihr nicht nur die lokalen Imker und Bienenstämme, sondern beugt auch einem anderen Problem vor: Gerade mit den Honigsorten aus Südamerika können Bienenkrankheiten eingeschleppt werden, die für unsere Bienen sehr gefährlich sind und ein großer Grund für das Sterben der Bienen. Deshalb ist auch der nächste Tipp super wichtig:

 

Honiggläser ausspülen

Die Krankheiten im „fremden“ Honig werden vor allem durch die Honigreste im Altglas übertragen. Unsere Bienen nehmen den Honig gerade im Herbst auf und tragen die darin enthaltenen Krankheiten direkt ihn in ihre eigenen Bienenvölker. Also: Honiggläser entweder in der Spülmaschine, sehr sehr gründlich waschen oder direkt Mehrweggläser wählen, die nicht im Altglas landen. Das ist eh für alle am Besten.

 

Bienen helfen - Bienen retten

 

Wissen weitergeben

Der wohl wichtigste Punkt: Wenn du dich mit dem Thema Bienen retten und Bienen helfen beschäftigst, rede auch mit anderen darüber. Wenn jeder die einfachsten Dinge umsetzt, dann ist schon viel Veränderung geschafft. Gegen das Sprühen von Pestiziden im großen Stil können wir als Einzelne wenig ausrichten, genauso gegen die Versieglung der Landschaft und damit das ständige Verkleinern des Lebensraums von Bienen und Hummeln. Aber wir können im kleinen anfangen, uns selbst informieren und die Welt ein kleines bisschen besser machen.

 

Das Thema ließe sich noch unendlich weiterführen, aber ich belasse es für heute hierbei. Wer mehr lesen will, findet auf den Seiten von NaBu, BUND, Greenpeace und den Bienenrettern (große Empfehlung!) viele hilfreiche Infos. Warum Wildbienen wichtig und gefährdet sind, warum der Bienenbestand zurückgeht und wie wichtig die Tierchen wirklich für uns und die Welt sind. Wer doch eine Patenschaft übernehmen möchte, kann das für relativ wenig Geld hier tun: https://www.bienenretter.de/pate/

 

Habt ihr noch weitere Tipps zum Bienen helfen? Und was setzt ihr schon um?

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