Was kommt nach dem Ausmisten? | Minimalismus #4

Hallo ihr Lieben,

seit einer ganzen Weile beschäftige ich mich nun, mal mehr mal weniger, mit dem Thema Minimalismus. Bisher ging es allerdings immer hauptsächlich um das Ausmisten. Heute soll es darum gehen, wie es nach dem Ausmisten weitergeht. Ich persönlich finde zwar, dass ich immer noch viel zu viel Zeug habe, aber mit jeder Ausmisteaktion schaffe ich es, mich von mehr Dingen zu befreien.

An dieser Stelle noch mal der Disclaimer: Ich habe nicht an dem Punkt eines normalen „Besitztums“ angefangen. Ich habe wirklich niemals irgendwas weggeworfen. Vielleicht nicht auf Messi-Stufe, aber auch nicht allzu weit davon entfernt. Also meine Wohnung ist jetzt denke ich mal auf einem durchschnittlichen Niveau, Tendenz fallend.

Zurück zum Thema: Wie geht es nach dem Ausmisten weiter? Wie kaufe ich in Zukunft ein? Wie viel erlaube ich mir? Geht es um Verbote oder machen die nicht eher unglücklich? Ich erzähle euch heute etwas darüber, wie ich mittlerweile mit der Konsumwelt umgehe (oder es zumindest versuche).

 

Der Verlockung aus dem Weg gehen

Viele Kaufwünsche entstehen erst, wenn wir sehen, was es alles gibt. Die Verlockung kommt in Newslettern, durch andere Blogs und Youtube oder durch den einfachen Stadtbummel. Während man Newsletter einfach abbestellen kann (darüber hatte ich hier schon einmal geredet) und aufhören kann Hauls zu schauen oder ausschließliche Modeblogs zu lesen, bzw. sich damit zu vergleichen, ist das im „echten“ Leben schwieriger. In einer Stadt wie Hamburg ist es fast unmöglich, nicht jeden Tag an irgendwelchen Läden mit einladenden Schaufenstern und Angeboten vorbei zu kommen. Da hilft der nächste Tipp. Und etwas ganz Grundlegendes: Verbringt eure Zeit mit anderen Dingen. Geht lieber zum Sport als Bummeln, geht lieber Spazieren, als in die Stadt. Wirkt Wunder und ist gesünder.

 

Sich genau überlegen, was man wirklich braucht

Ich habe seit einer Weile eine Liste auf dem Smartphone, wo ich aufschreibe, wenn mir etwas fehlt. Wenn ich nach mehreren Wochen immer noch das Gefühl habe, dass ich diese Sache wirklich will, dann mache ich mich auf die Suche. Und zwar gezielt. Alles was nicht auf der Liste steht kommt auch nicht in den Einkaufskorb, sowohl beim realen Shopping, als auch online. Doch gerade online, ist es oft sehr schwierig gezielt zu suchen. Sofort werden einem 5 ähnliche Dinge angeboten, man kommt von einem zum anderen und findet kein Ende. Vor kurzem habe ich Netzshopping entdeckt, was mir da von nun an ein bisschen Abhilfe schafft. Netzshopping ist eine Art Online-Mall, die die Suchergebnisse von vielen Online-Shops, zum Beispiel Zalando oder About You vereint. Wenn ich dort nach einer bestimmten Marke oder einem bestimmten Produkt suche, dann bekomme ich die Suchergebnisse aller Partnershops auf einen Blick, einfach und übersichtlich. Damit ist Schluss damit, von einem Onlineshop zum nächsten zu wandern und es spart Zeit und Geld. Und man unterstützt noch das Start-Up aus Berlin. Generell gilt: Gezieltes Suchen statt einfach drauf los.

 

Auf Dinge sparen aka Kleinvieh macht auch Mist

Früher bin ich oft den Sale-Schildern erlegen. Was günstig war, wurde gleich doppelt so interessant. Mittlerweile suche ich mir „größere“ Ziele. Das kann zum Beispiel der Wunsch nach einer neuen Kamera sein oder einfach nur ein qualitativ hochwertigeres Teil wie eine Winterjacke, die mir mehrere Jahre treue Dienste leistet. Das Geld, was ich sonst in Spontankäufe stecke, versuche ich dann dort hinein fließen zu lassen. 10 Euro haben oder nicht haben! Und schon fällt einem das Geldausgeben im Kleinen etwas schwerer und das Sparen leichter. Wenn man das Sparziel am Ende doch nicht mehr will: Auch nicht schlecht, das Geld läuft nicht ab die nächsten Investition kommt bestimmt.

Generell hilft mir die Überlegung: Was könnte ich stattdessen mit dem Geld machen? Ich könnte reisen, meine Familie besuchen oder mir einen Ausflug ins Grüne gönnen. Alles Dinge, die eigentlich unbezahlbar sind.

 

Zeit vs Geld

Je mehr Geld ich ausgebe, desto mehr muss ich auch verdienen. Und je mehr Geld ich verdienen muss, desto mehr muss ich logischerweise auch arbeiten. Und je mehr ich arbeite, desto weniger Zeit habe ich. Weder zum Leben, noch zum Geld ausgeben. Das ist für mich die mit beste Motivation. Wenn ich mehr Zeit habe, um kreativ zu sein, verzichte ich gerne aufs Shoppen. Und wenn ich nicht so viel kaufe, spare ich mir nachher auch wieder die Zeit bei Ausmisten. Win win win ohne Ende.

 

Und was passiert nach dem Kauf? Wieder Ausmisten?

Hat der neue Gegenstand einen Platz in meiner Wohnung? Ersetzt er einen anderen Gegenstand? Und was passiert mit ihm, wenn ich ihn nicht mehr brauche? Kann ich ihn weiterverkaufen? All diese Fragen sorgen bei mir oft dafür, dass ich schon gar keine Lust mehr habe einzukaufen. Wenn ich dann 6 Wochen später auf meine Amazon-Wunschliste kaufe, habe ich bei vielen Dingen längst vergessen, dass ich sie mal wollte. Und wenn ich all diese Fragen beantworten kann, macht der Kauf vermutlich Sinn und wird mir lange Freude behalten.

 

Wenn ich jetzt selbst über diese Tipps drüber lese, klingt das alles sehr nach Einschränkungen. Sich das Shoppen unschmackhaft machen. Und genau so kam es mir am Anfang auch vor. Ich musste mich zwingen, nichts zu kaufen. Mittlerweile sieht das ganz anders aus: Ich empfinde all diese „Einschränkungen“ als Befreiung. Denn sie halten mich davon ab, meine Wohnung wieder voll zu stopfen und sparen mit Zeit, Geld und Nerven. Ich bin super wählerisch geworden und weiß nun viel besser, was ich will, was ich brauche und wo sich für mich Investitionen lohnen. Außerdem verbringe ich nicht mehr halb so viel Zeit mit Konsum. Ich vergleiche keine Preise, verbringe keine endlosen Stunden in der Stadt. Meistens :D

Ich bin super neugierig auf eure Tipps! Wenn ihr mehr zu dem Thema lesen wollt, schaut doch mal hier vorbei, da gibt es eine tolle Übersicht, zu ähnlichen Beiträgen. Lasst mir in den Kommentaren gerne eure Meinung und Tipps da, ich bin neugierig!

*Dieser Beitrag ist eine Kooperation mit Netzshopping. Alle Ansichten und Meinungen sind aber natürlich meine eigenen. Ich empfehle euch hier nichts, was ich nicht selbst super finde.

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