Komm in die Gänge | rotköpfchens Hamburg #2

Hallo ihr Lieben,

im November habe ich euch hier auf dem Blog meine Eindrücke von der Hafencity gezeigt. Heute geht es weiter mit Teil 2 von Rotköpfchens Hamburg: Mit dem Gängeviertel. Zwischen hektischem Jungfernstieg und schicker Laeiszhalle liegt dieser kleine Schatz.

Kurz etwas zur Geschichte der Gänge:

Bis zum 20. Jahrhundert war das Gängeviertel sehr groß und erstreckte sich bis zum Hafen. Es war ein Viertel für Arbeiterfamilien. Doch nach der Choleraepidemie 1892, die auch von den schlechten hygienischen Bedingungen im Viertel verschlimmert wurde, begann der Abriss. Es folgten der 2. Weltkrieg und der Bau diverser schicker Hochhäuser und das Gängeviertel schrumpfte auf einige wenige Gebäude und Straßen zusammen.

Immer weniger Mieter blieben in den Häusern und der Rest verfiel Jahrzehntelang vor sich hin. 2009 wurde das Viertel an einen Investor verkauft, der es dem Erdboden gleich machen wollte. Doch 2009 eroberte der Gängeviertel e.V. die Reste der historischen Überreste zurück. Sie machten die Gänge den Hamburgern wieder schmackhaft und zugänglich, setzten sich zur Wehr und 4 Monate später kaufte die Stadt das Viertel vom Investor zurück.

Heute ist das Gängeviertel ein Ort für alternatives, vielfältiges Leben, für Kunst und Nachhaltigkeit und für Farbenfreude. Und für Freiheit. In einer Stadt, die mir für mich oft zu groß und glatt vorkommt, ist es für mich ein Ort der Ruhe. Es erinnert mich an meine Kunstuni in Braunschweig, die Uhren scheinen dort anders zu ticken und bei jedem Besuch sieht es etwas anders aus und man entdeckt neue Goldstücke.

Als mein Bruderherz, auch bekannt als der Minzkönig mich hier besucht hat, nutzten wir gleich die Gelegenheit, um noch ein paar schicke Bilder zu machen. Von ihm und von der Farbenfreude.

Kennt ihr das Gängeviertel? Habt ihr noch mehr Geheimtipps für Hamburg? Oder interessiert euch ein Stadtteil ganz besonders, den ihr hier gerne sehen würdet? Schreibts in die Kommentare!

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