Fructopia: Meine besten Rezepte ohne Fructose | Review

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Vor Kurzem bin ich durch Rebecca auf ein neues Kochbuch für Fruktoseintolerante aufmerksam geworden.

Nachdem ich mich nun etwas damit beschäftigt habe, finde ich den Titel ‚Kochbuch‘ jedoch nicht mehr angemessen, denn Fructopia: Meine besten Rezepte ohne Fructose* von Deniz Ficicioglu ist viel mehr als nur das, es ist viel mehr ein Lebensratgeber für Betroffene!

Deniz ist selbst Bloggerin und schreibt auf Fructopia über ihr Leben mit der Diagnose FI und teilt jede Menge großartige Rezepte mit euch! Schaut dort auf jeden Fall mal vorbei, denn sie hat nicht nur Ahnung, sondern ist auch unglaublich sympathisch.

 

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Nun aber zurück zum Buch.

Erschienen ist es 2015 beim Verlag „Trias“ und kommt mit 134 Seiten und Softcover daher, vom Format etwas größer als A5. Der Titel macht neugierig auf mehr und auch wenn der Innenteil erstmal sehr klassisch erscheint, heben die liebevollen Fotos sich doch deutlich von anderen „Ernährungsberatungs-Kochbüchern“ ab.

 

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Inhalt

Im Gegensatz zu anderen Koch- und Backbüchern für FI Betroffene kommt Fructopia ganz ohne Nährwerttabellen und Fachausdrücken daher, sondern setzt da an, wo es für uns interessant wird: Bei eigenen Erfahrungen, praktischen Tipps und Mut zum Ausprobieren. Denn wo sonst davor gewarnt wird, dass es Beschwerden geben könnte, Rezepte in verschiedene Stufen und Phasen eingeteilt werden und man am Ende auch nicht besser versteht, worauf es eigentlich ankommt, merkt man bei jedem Satz von Deniz, dass sie all das selbst schon hinter sich hat.

Sie ermutigt viel mehr dazu, seine eigene Balance zu finden und auszuprobieren, was und wie viel geht.

Neben einigen Basics, Zutatenkunde und Ermutigung ist das Buch in verschiedene Unterkapitel unterteilt, wie „Für Eilige“, „Das perfekte Dinner“ oder „Süße Ausnahmen“. Zu jedem Kapitel und jedem Rezept gibt es eine kleine Einführung mit meist sehr süßen kleinen Texten, gefolgt von klassischen Rezepten OHNE Einteilung in Karenz- und Testphase oder ähnliches. Zu vielen Rezepten gibt es außerdem Variationen, also ein Grundrezept und dann diverse Möglichkeiten, was man daraus noch alles machen kann. So kann ein Flammkuchen ein herzhaftes Mittagessen, aber auch ein leckerer Nachtisch werden.

 

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Rezepte

Die Bandbreite der Rezepte geht von „Regenbogensalat“ über „Macadamia-Blaubeer-Muffins“ bis hin zu „Kokos-Huhn-Curry“, vom Frühstück bis zum Dinner mit Gästen ist für jeden Anlass etwas dabei. Dabei ist alles ohne große Schwierigkeiten nachzubacken und nachzukochen, wenn man denn alle Zutaten hat. Die Zutaten sind oft wirklich außergewöhnlich und eröffnen völlig neue Möglichkeiten und Geschmackswelten für den resignierten Fructoseintoleranten und wenn man erstmal alles beisammen hat, ziehen die neu entdeckten Gewürze, Getreidesorten und Sprossen ganz schnell in den täglichen Gebrauch ein.

Je nachdem wie stark die Fructoseintoleranz ausgeprägt ist kommen sich nicht für jeden alle Rezepte in Frage, aber bei fast 100 Rezepten, hat man auf jeden Fall eine große Auswahl um sich auszuprobieren.

 

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Fazit

Mein erster Gedanke nachdem ich die ersten Seiten gelesen hatte: Endlich jemand, der weiß wovon er redet.

Jemand der selbst betroffen ist und klar macht: Fructoseintoleranz ist keine „Strafe“, sondern für viele die Diagnose, die von jahrelangen Beschwerden erlöst. Und dabei nicht nur von den klassischen Beschwerden wie Blähungen und Bauchschmerzen redet, sondern auch von der ständigen Müdigkeit, Antriebslosigkeit und all den anderen „Nebenwirkungen“, die oft in Vergessenheit geraten. Und das Tolle ist, dass Deniz diese Dinge nicht nur anspricht, sondern auch eine Tür öffnet. Und diesen Aspekt vergesse ich über die ganzen „Was kannst du denn überhaupt noch essen??“-Fragen ganz oft. Man kann die Diagnose auch als Chance sehen und „Fructopia“ (Buch und Blog) ist dabei eine tolle Unterstützung, sowohl für „Frisch FI’ler“, als auch für diejenigen, die schon lange dabei sind und wie ich manchmal resignieren.

Obwohl meine eigene Diagnose nun schon über 10 Jahre zurückliegt und ich mich eingehend mit dem Thema beschäftigt habe, habe ich mit diesem Buch viel neues dazu gelernt. Ich probiere wieder aus und seit ich beispielsweise meinen Weizenkonsum reduziert habe, merke ich eine deutliche Veränderung.

Für mich ist Fructopia also eine absolute Bereicherung und daher: absolute Kaufempfehlung!

 

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Fakten zum Buch:

Fructopia: Meine besten Rezepte ohne Fructose

Softcover, 136 Seiten

Verlag: TRIAS

Erscheinungsdatum: 29. April 2015

ISBN: 978-3-8304-8101-0

Preis: 14,99 Euro

 

*dieser Beitrag wurde nicht gesponsert. Der TRIAS Verlag hat mir für die Rezension ein Exemplar kostenfrei zur Verfügung gestellt. Vielen Dank! Der Artikel wurde von mir verfasst und spiegelt nur meine eigene Meinung wider. 

PS: Wenn ihr das Buch über die eingebetteten Links kauft, läuft das über das Amazon Partnerprogramm und ich bekomme eine kleine Provision, über die ich mich sehr freuen würde!

 

3 Kommentare

  1. Liebste Anni, ich freu mich so, dass dir das Buch so dermaßen weiterhilft! Ich hoffe, du kannst ganz viel Neues daraus ziehen und wenn du mich das nächste Mal besuchst, kochen wir was Feines daraus. Gib mir nur vorher die Einkaufsliste und ab dafür! ;) :*

    1. Sehr sehr gerne :) Oder du kommst hierher und ich kauf ein, hauptsache gemeinsam.

  2. […] Internet, das es erst möglich macht, dass mich eure Gedanken zum Buch, wie zum Beispiel die von Anni Rotköpfchen, überhaupt erst so schnell und zahlreich […]

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